Shonen-ai-Freaks

Kapitel 11

 Toms Sicht:

„Bill?“, flüsterte ich leise. „Hm?“, machte er. „Wann gehen wir ins Krankenhaus? Meinst du, Gordon hat schon angerufen?“, fragte ich. Er dachte nach. „Ich weiß nicht. Vielleicht.“, meinte er. „Ich frage mich, ob wir einen Bruder oder eine Schwester haben…“, meinte ich nachdenklich. Er nickte leicht. „Sollen wir dann gleich gehen?“, fragte er. Ich nickte kurz. „Ich muss mich nur noch fertig machen. Du kannst ja mal aufs Telefon lauschen.“, meinte ich. Bill nickte. Ich drückte ihm einen Kuss auf die Stirn und stand auf. Gähnend suchte ich meine Sachen zusammen und ging dann ins Bad. Dort legte ich erstmal die Klamotten auf die Anrichte und sah kurz in den Spiegel. Oha, wie sehen meine Haare denn aus? Die sehen ja noch wirrer aus, als sonst! So verfilzt… Na ja, keine Ahnung, wie ich die beschreiben soll… Aber komisch sieht’s schon aus… Ich binde sie mir zu einem Zopf und steige in die Dusche. Vorsichtig stelle ich das Wasser an und quieke kurz erschrocken auf. Das Wasser ist arschkalt. Bill streckte den Kopf zur Tür rein und sah mich fragend an. „Kalt.“, meinte ich nur. Er kicherte kurz. Das Telefon begann zu klingeln und Bill rannte hin. Ich stellte das Wasser warm und schäumte mich ein. Meine Haare ließ ich aus. Die würden wieder so lange zum Trocknen brauchen, da hab ich jetzt keine Lust drauf. Nachdem ich den Schaum wieder abgewaschen hatte, trocknete ich mich ab und zog mich an. Ich schlurfte nach unten und suchte Bill. Er stand im Flur und zog sich seine Jacke an. „Wer war das am Telefon?“, fragte ich. Er erschrak etwas und drehte sich zu mir um. „Oh… Das war Gordon. Wir sollen ins Krankenhaus kommen. Unser Geschwisterchen wartet schon auf uns.“, meinte er lächelnd. „Hat er nicht gesagt, was es ist?“, fragte ich, während ich mir Schuhe und Jacke anzog. „Nein, hat er nicht. Der will uns wohl noch auf die Folter spannen.“, meinte Bill und lächelte. Ich nahm ihn kurz in den Arm und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. „Wir sagen den Beiden noch nicht, dass wir zusammen sind, oder?“, fragte ich. „Lieber erstmal nicht…“, meinte er nachdenklich. „Und Georg und Gustav?“, fragte ich. „Mal schaun.“ Wir verließen, nach einem letzten Kuss, das Haus und liefen zur Bushaltestelle. Wir stiegen in den Bus und fuhren zum Krankenhaus.
Dort fragten wir an der Rezeption nach unserer Mutter. Nachdem die Dame uns freundlich Auskunft gegeben hatte, liefen wir zu dem Zimmer und klopften. Heraus war Gekicher zu hören. Dann erklang ein „Herein“. Bill drückte die Klinke runter und öffnete die Türe. Direkt in dem ersten Bett lag unsere Mutter. Bill lief sofort zu ihr und quiekte auf. Als auch ich bei Mum ankam, erkannte ich warum. In ihren Armen lag ein kleines Baby, eingewickelt in ein rosa Tuch. Bill stupste die kleine Hand, die nicht von dem Tuch bedeckt war, mit einem Finger vorsichtig an und sie klammerte sich um ihn. Bill kicherte leise. Mein Gott, das kleine Kind hatte ihn jetzt schon um den Finger gewickelt! Und es war noch nicht mal einen Tag alt! Mum beobachtete das Geschehen lächelnd und sah dann zu mir. „Ihr habt doch das Haus ganz gelassen, oder?“, fragte sie. „Natürlich, was denkst du von uns?“, fragte ich empört. Sie lächelte wieder. „Nur Gutes, natürlich“, grinste sie, „ihr seid doch meine zwei großen Jungs.“ Ich nickte nur und setzte mich auf einen Stuhl neben ihrem Bett. „Hat es schon einen Namen?“, meldete sich Bill von links. Mum schüttelte mit dem Kopf. „Wir wollten warten, bis ihr da seid. Dann können wir zusammen überlegen.“, meinte sie. „Ihr hättet euch ja Gedanken machen können, auf dem Weg.“, meinte Gordon. „Wie denn, wenn ihr uns nicht sagt, was es ist?“, meinte ich schnaufend. „Oh… Das haben wir doch ganz vergessen! Es ist ein Mädchen.“, meinte Mum und lächelte. Bill quittierte nur mit einem Quieken und widmete sich wieder dem Baby. „Wisst ihr schon einen Namen?“, fragte ich. „Wir hatten uns Brigitte überlegt.“, meinte Gordon. Ich musste mich stark zurückhalten, damit ich nicht losprustete. „Nicht euer Ernst?!“, fragte ich kichernd. Doch nach ihren Gesichtsausdrücken war es das. „Tut mir Leid, aber das könnt ihr ihr nicht antun.“, meinte ich. „Wie soll sie denn dann heißen?“, fragte Gordon. „Also ich war ja auch mehr für Franziska…“, meinte Mum und strich der Kleinen über das Köpfchen. „Nein, so heißt Gustavs Schwester schon. Da kommt man doch durcheinander! Und er würde sich aufregen, was für Nachmacher wir doch wären. Wir können ihm doch nicht einen Grund geben, bei dem man ihn mit uns gleichstellen kann!“, grinste ich. „Ja, wie denn dann?“, fragte Mum. Ich zuckte mit den Schultern. In dem Moment säuselte Bill etwas lauter mit der Kleinen. „Und so schöne Augen… Du bist so niedlich, Stella…“, vernahm man. Mum und Gordon sahen ihn an. Als er sich der Blicke, die auf ihm lagen, bewusst wurde, blickte er auf. „Was?“, fragte er verwirrt. „Wie hast du sie gerade genannt?“, fragte Gordon. „Ehm… Stella, wieso?“, fragte Bill. „Wieso hast du sie so genannt?“, fragte Mum. „Ja, weil der Name doch super zu ihr passt! Sie sieht einfach aus, wie eine Stella!“, erklärte Bill. „Und ihre Augen leuchten so toll! Wie kleine Sterne!“, setzte er quiekend hinterher. „Stella bedeutet Stern.“, flüsterte ich. Mum sah kurz zu mir und nickte dann. „Ok, dann heißt sie Stella.“, beschloss sie. Bill freute sich. „Mama? Darf ich sie mal auf den Arm nehmen?“, fragte er. Mum nickte und gab sie ihm vorsichtig. Bill setzte sich auf einen Stuhl und kuschelte mit der Kleinen, während Mum und Gordon in eine Diskussion verfielen. Ich beobachtete Bill, wie er mit unserer kleinen Schwester schmuste. Er schenkte ihr mehr Aufmerksamkeit, als mir. Da konnte man doch glatt neidisch werden!

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