Shonen-ai-Freaks

Ich lag lange wach im Krankenhausbett. Ich wollte wieder nach Hause, wieder zu Bill. Ich kuschelte mich in die Decke. Ich vermisste ihn so sehr! Die Nachtschwester schaute kurz ins Zimmer. „Du musst schlafen.“, sagte sie leise und ich knipste meine Lampe aus. Das brachte aber auch nicht viel. Wach war ich immer noch. Ich hielt das nicht mehr aus, ohne Bill. Wow, jetzt war ich auch noch abhängig von ihm, ganz klasse! Ich nahm mein Telefon und wählte Bills Handynummer- Scheiß auf die Kosten! „Hallo?“, kam es dumpf aus dem Handy. „Bill?“, fragte ich leise. „Tom? Was ist los? Warum weckst du mich?“, fragte er und gähnte. Na wenigstens er konnte schlafen… „Tom?“, riss er mich aus meinen Gedanken. „Ehm, ja? Ach so, ehm… Ich kann nicht schlafen… Ich mag dieses Krankenhaus nicht.“, sagte ich und Bill seufzte. „Ich bin auch gerade erst eingeschlafen, musstest du mich deswegen wecken?“, fragte er ein wenig säuerlich. „Ehm… Ja.“, sagte ich verlegen und grinste. „Und was soll ich jetzt machen? Ich kann nicht mal eben schnell hergezaubert werden, Tom.“, sagte er. „Ja, aber du könntest vorbeikommen. Ich bin im 2. Stock, also könnte ich mich ja aus dem Fenster raushangeln. Ich will wieder nach Hause! Bitte, Bill!“, sagte ich. „Mensch Tom, du bist krank! Das geht doch nicht!“, meinte er. „Ja, aber ich hab doch auch so dicke Jacken, bring einfach eine mit und dann zieh ich die auch an, versprochen. Ich hab ja auch keinen Bock an der Lungenentzündung zu verrecken und zu Hause haben wir auch Medizin, falls Mum welche gekauft hat.“, sagte ich und er lachte kurz. „Ich weiß nicht so recht.“, sagte er wieder ernst. „Och Bill, bitte!“, flehte ich. „Mann, Tom!“, meckerte er und raschelte mit der Decke. „Was machst du da?“, fragte ich. „Aufstehen, mich anziehen, deine Jacke suchen und dein Fahrrad klauen.“, sagte er. „Mein Fahrrad klauen?“, fragte ich lachend. „Nimm es dir doch einfach.“, sagte ich. „Ja, ist ja auch egal. Jetzt sei mal ruhig, ich muss mir meine Hose anziehen.“, sagte er und bei dem Gedanken zog sich ein Kribbeln durch meinen Bauch. Ich stand auf und packte meine Tasche zusammen. Im Dunkeln stolperte ich einige Male über irgendwelche Sachen und fiel auch einmal fies zu Boden, aber ich hatte keine Zeit, um den heulenden Jungen zu spielen. Tat ja auch gar nicht mehr weh. „Tom?“, drang es dumpf aus dem Telefon. „Ja?!“, rief ich und stellte meine Tasche ab. „Ich steh vor der Haustür. Soll ich auflegen? Ich mein, wenn ich jetzt fahre ist das etwas umständlich.“, sagte er. „Ja, mach mal ich zieh mich noch eben um.“, sagte ich und er legte auf. Ich stürmte ins Bad und zog mich blitzschnell um. Als ich fertig war, flog ein Steinchen, zwar etwas ungeschickt, aber es traf, gegen mein Fenster. Ich öffnete es und eine Strickleiter flog hoch. Ich erwischte sie und machte sie fest. Ich warf meine Tasche nach unten und kletterte an der Leiter runter. Die letzten 5 Sprossen ließ ich aus und sprang ab. Als ich mich wieder aufrichtete, sah ich in Bills Gesicht. Er grinste leicht. „Hier, deine Jacke und zieh sie sofort an.“, sagte er und reichte mir die Jacke. „Danke.“, sagte ich und zog sie an. Dann zogen wir an der Leiter und nach einigen Minuten fiel sie runter. Bill rollte sie auf und packte sie in meine Tasche. Er packte sie auf den Gepäckträger des Fahrrads und wir liefen nebeneinander nach Hause.

Als wir dort ankamen, dämmerte es schon. Bill schloss die Haustür auf und wir schlichen uns nach oben. Dort zogen wir uns schnell um und legten uns ins Bett. Bill lag eng an mir, weil das Bett ja so klein war, und schlief schon, aber ich war noch wach. Er war so niedlich und er konnte mir nichts abschlagen. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief ich ein.

Am nächsten morgen wachte ich zuerst auf und fuhr Bill einmal durch seine langen Haare. „Aufwachen.“, wisperte ich und er schlug sanft die Augen auf. Zuerst blinzelte er ein wenig und dann lächelte er mich total süß an. „Morgen.“, flüsterte er. Ich flüsterte ein „Morgen“ zurück. Bill kuschelte sich ein wenig mehr an mich und sah auf die Uhr. „Es ist 8 Uhr, lass uns doch noch liegen bleiben. Ich will noch nicht aufstehen.“, sagte er leise. „Ja, ich auch nicht.“, sagte ich.

Um 10 Uhr stürmte Mum ins Zimmer. „Bill!“, rief sie. Er hob vorsichtig den Kopf. „Wo ist Tom?“, fragte sie. „Na, hier.“, sagte er und deutete auf mich. Ich sah ebenfalls zu Mum. „Gott sei dank.“, stieß sie aus. „Aber, was machst du hier?“, fragte sie. „Ich wollte nicht im Krankenhaus bleiben.“, sagte ich. „Aber…“, wollte sie einwenden. „Mum, bitte!“, bat ich sie. „Na gut, aber du bleibst im Bett!“, sagte sie. Ich nickte. Bill streckte sich und stand auf. „Hey! Morgen ist Weihnachten!“, strahlte er und ich schüttelte lachend mit dem Kopf. „Soll ich denn hier bleiben?“, fragte er. „Wieso?“, fragte ich. „Na ja, Georg und Gustav gehen zu einer Party und eigentlich wollte ich mitgehen…“, sagte er. „Geh du ruhig. Ich langweile mich hier schon nicht. Ich guck ein wenig Fernsehen.“, sagte ich, „Amüsier dich ein bisschen, ja?“ Bill lächelte und nickte. „Ich geh eben duschen.“, sagte er und verschwand im Bad.

Mein Gott, war das öde! Aber wenn ich Bill jetzt anrufen würde, würde ich sicher stören. Außerdem hatte ich gesagt, ich würde mich NICHT langweilen. Plötzlich ging die Haustür auf. Ich machte den TV aus und wollte in unser Zimmer zurückgehen, aber im Flur fiel mir ein betrunkener, heulender Bill in die Arme. Hinter ihm stand Georg. Ich sah ihn fragend an. „Er hat gesehen, wie eine Freundin von ihm verprügelt wurde und er konnte nicht helfen. Sie wurde unter Blaulicht ins Krankenhaus gebracht.“, sagte Georg, „Er wollte sofort nach Hause, aber der Alkohol hat ihn nicht mehr gerade stehen, geschweige denn laufen lassen. Da hab ich ihn nach Hause gebracht.“ Ich strich Bill leicht über den Rücken. „Könntest du ihn ins Bett tragen? Ich bin ja nicht so stark und ja auch krank.“, sagte ich. „Ja, klar. Mach ich gerne.“, sagte Georg und trug ihn hoch. Er wollte in Bills ehemaliges Zimmer. Ich grinste kurz. „Ne, Georg. Bill schläft seit ein paar Tagen mit bei mir im Zimmer.“, sagte ich. „Warum denn das? Seit ihr zusammen oder so?“, fragte Georg grinsend. „Ne, Mum wurde ein Braten innen Ofen geschoben und der kriegt Bills Zimmer.“, sagte ich lachend. Georg öffnete die Tür. „Ihr schlaft in einem Bett?“, fragte er. „Ja, aber nicht mehr lange.“, sagte ich. Er legte Bill behutsam ins Bett und verabschiedete sich dann. „Tschau, Georg.“, sagte ich noch und dann schloss er die Haustür hinter sich. „Tom?“, fragte Bill heiser. „Hm? Was ist denn?“, fragte ich und lief zu ihm. „Mir ist schlecht.“, sagte er und ich half ihm zur Toilette, wo er sich übergab. Ich wischte ihm mit einem Waschlappen den Mund ab und half ihm zurück ins Bett. Er schlief auch bald ein. Ich setzte mich auf den Bettrand und sah ihm beim schlafen zu. Mein Gott, das sah so niedlich aus! Nach einiger Zeit legte ich mich neben ihn und er kuschelte sich an mich. Er roch ein wenig nach Alkohol, aber er war so super warm.

Am nächsten morgen kam Mum rein und weckte uns mit Punsch. „Mum! Bill hatte gestern Abend schon zu viel getrunken!“, lachte ich, aber Bill trank auch nur ein wenig von dem Punsch. „Mum, könnte ich eine Aspirin haben?“, fragte er. Sie nickte und verließ das Zimmer. „Na, wie geht’s dir?“, fragte ich. „Kopfschmerzen, ey.“, murmelte er und strahlte, als Mum ihm das Aspirin, in Wasser aufgelöst, gab. Er trank es aus und meinte, er wolle noch etwas schlafen. Ich folgte Mum ins Wohnzimmer und wir sahen den ganzen Tag Fern. Bill kam um 14 Uhr runter und fragte, was wir heute Abend essen würden. „Überraschung.“, sagte Mum und Bill setzte sich neben mich. Um 17 Uhr gab es dann Essen. Gans, wie Weihnachts-typisch. Wir aßen auf und danach gab es dann ein paar Geschenke. Um 20 Uhr klingelte es an der Haustür. Georg und Gustav kamen ins Wohnzimmer. „Hey! Wir wollten eben die Geschenke für die Twins vorbeibringen.“, sagten sie zu Mum, obwohl wir genau daneben saßen. Die waren wirklich irgendwann mal auf den Kopf gefallen! „Dann gebt sie ihnen doch. Sie sitzen doch da.“, lachte Mum. Georg und Gustav drehten sich um und grinsten. Bill schüttelte belustigt mit dem Kopf. Ich bekam insgesamt ein neues Handy, was für die Gitarren, ich glaub da war auch ne neue von David. Bill bekam eine Packung Kamillentee, natürlich von Gustav als Scherz, weil Bill den ja oft trank. Bill musste selbst auch grinsen. Dann bekam er noch ein neues Shirt, das ihm aber etwas zu groß und weit schien und auch ein neues Handy. Was wir sonst noch bekamen, war Geld. Keine Ahnung, wie viel. An diesem Abend schlief ich früh ein. Das Krankenhaus hatte noch einmal angerufen, aber Mum konnte gut Leute von Dingen überzeugen. Außerdem ging es mir schon wieder viel besser!

Die Woche verflog total schnell. Bill und ich hatten das Schlafzimmer von Mum und Gordon bekommen, weil das größer war, und noch ein zweites Bett, obwohl das eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Also meinetwegen hätten wir noch länger in einem schlafen können, da konnte man einander nahe sein, ohne dass es Missverständnisse gab. Man konnte es einfach auf das kleine Bett schieben.

Ok, Mum war jetzt schon im… warte… 9. Monat und die Geburt sollte irgendwann Anfang Januar sein. Na ganz toll. Was freue ich mich auf dieses Blach. Das Babyzimmer ist fertig. Heute Abend ist Silvester. Mir geht es endlich wieder besser! JA! Lungenentzündung besiegt! Im Krankenhaus hätte das länger gedauert, weil die das rausgezögert hätten, wetten…?!

Bill zog sein neues Shirt an und kam zu mir gelaufen. „Sag mal, sieht das gut aus?“, fragte er. „Mensch, Bill. Das ist doch eh egal, was ich sage.“, lachte ich und er grinste. „Manchmal schon, heute nicht. Wir wollten doch Party machen und diesmal will ich halt deinen Rat.“, sagte er. „Na, ok. Sieht toll aus.“, sagte ich. Die Gefühle für ihn hatte ich schon seit einiger Zeit nicht mehr verspürt und ich hatte sie schon fast vergessen, als Bill mir plötzlich ein Küsschen auf die Wange, ganz knapp neben meinem Mund, gab. Alles kribbelte wieder und ich errötete ein wenig. Bill bemerkte das nicht, weil er sich zu Boden gebeugt hatte und seine Schuhe anzog. Ich sah auf seinen Hintern und überlegte, wie es wohl wäre, den in meinen Händen zu haben, aber ich schüttelte den Gedanken schnell durch ein Kopfschütteln ab. Also latschten wir zusammen zu der Party und trafen dort auch Georg und Gustav. Die beiden waren schon sehr angeheitert, weil wir ungefähr 1 ½ Stunden zu spät waren. Scheiß drauf. Ich holte was zu trinken und gab Bill dann sein Getränk. Dann machte ich mich auf die Suche nach einer Ablenkung von Bill. Fand auch schnell eine und flirtete sie gleich an. Sie war recht angetan davon und kurze Zeit darauf knutschten wir schon. Sie hatte die Augen geschlossen. Ich sah zu Bill, der plötzlich aufstand und weinend den Raum verließ. „Entschuldigung, ich muss eben nach meinem Bruder sehen. Dem ging es nicht so gut.“, sagte ich zu Emilie und sie nickte. „Ok, aber komm schnell wieder.“, sagte sie. Ich rannte hinter Bill her und fand ihn auf der Toilette. Er weinte. Ich setzte mich vor ihm auf den Boden und sah ihn fragend an. „Manno.“, heulte er. „Was denn?“, fragte ich. „Guck mal, ich… ich bin verliebt und… dann knutscht diese Person mit jemand anderes rum. Was mach ich denn da?“, fragte er. „Es dieser Person sagen.“, schlug ich vor. Wuah eigentlich sollte ich mich damit an der eigenen Nase packen. >< „Aber…“, meinte Bill leise. „Ok… Du, Tom… Ich… ehm… du bist gemeint.“, stotterte er leise. „Ich?“, fragte ich und mein Herzchen hüpfte einmal hoch. Leichtathletik für Organe… „Und du?“, fragte er. „Was?“, fragte ich. „Liebst du mich auch?“, fragte er leise. Ich schwieg. „Ah, ok. Verstanden.“, sagte er und verließ den Raum. „Ich besauf mich jetzt.“, sagte er und schlug die Tür hinter sich zu. Scheiße! Ich schlug mit der Faust gegen das Waschbecken. Es machte einen dumpfen, lauten Knall. Emilie betrat die Toilette. „Du solltest ihm sagen, dass du ihn liebst.“, sagte sie. „He?“, fragte ich verwirrt. Woher wusste sie das denn? „Ich hab gesehen, wie du ihn immer angesehen hast und der Kuss war nicht aus liebe oder so ähnlich. Da war noch nicht mal der Gedanke an einen One-Night-Stand. Sag es ihm.“, sagte sie. „Es ist bald Mitternacht. Wenn du es ihm dann gestehst, wird das kommende Jahr gut werden.“, sagte sie und schob mich hinaus. Bill saß auf einem Sofa und kippte sich mit Wodka voll. Ich lief zu ihm und nahm ihm die Flasche weg. „Ey…!“, maulte er, aber ich zog ihn auf die Tanzfläche. In diesem Raum kannte uns, zum Glück, kaum jemand also hielten wohl die meisten Bill für ein Mädchen ><. War ja ganz gut so, denn sonst wäre das jetzt ein willkommenes Fresschen für die Presse. Bill sah mich verwirrt an. Ein letzter, langsamer Song wurde eingespielt und ich zog ihn zu mir. Meinen Kopf bettete ich auf seiner Schulter neben seinem Ohr. Das Lied neigte sich dem Ende und der Countdown wurde schon von einigen runtergezählt. „5…4…“ „Bill, ich liebe dich auch.“, flüsterte ich ihm ins Ohr und er drückte mich fest an sich. Ich zog meinen Kopf zurück und dann küssten wir uns ganz sacht. „1…0! FROHES NEUES!“, riefen alle durcheinander und Bill und ich, wir standen in der Mitte des Raumes und küssten uns. Als ich meine Lippen kurz von seinen trennte flüsterte ich: „Frohes Neues, mein Engel.“ Er lächelte glücklich. „Dir auch.“, sagte er und wir versanken erneut in einem leidenschaftlichen Kuss.

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