Shonen-ai-Freaks

Er druckste etwas heraum, schaute andauernt auf seine Bettdecke, aber dann doch in meine Augen. „Ich…hab ne starke Lungenentzündung. Ja, ich hätte es dir schon früher sagen sollen, ich weiß. Aber ich dachte die würde schnell vorbei gehen“, sagte er verunsichert. Ich schaute ihn besorgt an. Wieso hat er es mir nicht erzählt, ich mein ich hätte ihn doch gleich zum Arzt gefahren, und versucht ihm irgendwie zu helfen, das es nicht schlimmer werden würde. Und jetzt, liegt er hier im Krankenhaus, ich sitze neben ihm am Bett, und schaue ihm in die Augen. Mein Herz rast nur so, und meine Hände zittern vor Aufregung. Was soll das bitte werden? Das kann doch nicht die ganze zeit so weitergehen, nur weil ich ihn liebe. „Und…wann kannst du jetzt wieder aus dem Krankenhaus? Der Arzt hat ja schon mit dir geredet, was hat er gesagt?“, fragte ich, weiterhin besorgt, und strich ihm einen seiner Dreads weg. Sein Gesichtsausdruck wurde noch trauriger und er nuschelte etwas von wegen eine Woche. Und was sollen wir da den Fans erzählen, wenn wir ein Konzert verschieben müssen? Ich weiß, es ist wichtig dass Tom sich jetzt erstmals auskuriert aber ich mein ja nur. David, unser Manager wird ja auch nicht gerade darüber erfreut sein, aber er kann Tom ja nicht mit einer starken Lungenentzündung auf die Bühne schicken, und schon gar nicht zu einem Interview. Seine Stimme ist voll heißer, und er sieht echt nicht gut aus. Aber wieso muss er jetzt noch unbedingt eine Woche hier bleiben, ich will doch das er wieder mit nach hause kommt, auch wenn es da nicht gerade besser ist, da unser Haus wieder von hysterischen Kreischies überfüllt ist, und Ohren weh will ich jetzt nicht auch bekommen. Ich mag sie aber es geht einem schon langsam auf die Nerven wenn sie in Tränen ausbrechen, nur weil wir diese mal nett anlächeln oder kurz mit ihnen reden. Ich mein, wir belagern deren Haus ja auch nicht, und was ich will, ist ja nur mal kurz etwas Ruhe, vor ihnen. Auch wenn sie uns diesen Wunsch erfüllt haben, ich möchte auch mal eine Auszeit.

 

Vielleicht hat es sogar einen Vorteil, da Tom jetzt eine Lungenentzündung hat, und krank im Bett liegt. Jetzt ja noch im Krankenhaus, aber nächste Woche ja wieder, zum Glück zuhause. Ich kann ihm so gut es geht helfen, dass es ihm um einiges besser geht, und ich kann auch mal wieder faul auf der Couch liegen, und meine Lieblingssendung „Desperate Houswifes“ anschauen. Und diese verpasse ich sowieso schon zu oft. „Schade das du jetzt genau eine Woche hier liegst, aber ich verspreche dir, das ich dich jeden tag besuchen komme“, verspreche ich ihm, und anscheinend erhellt dies seine doch so traurige Laune. Er schaut mich mit glänzenden Augen an, und sagt: „Das würdest du machen?“. Ich musste schmunzeln. Er sah doch viel zu süß aus, wie er hier im Bett lag, und mich mit Schmollmund und Kulleraugen ansieht. „Na klar! Du bist ja mein Bruder, ich will ja auch das es dir besser geht, und ich glaube, das es dir sicherlich in diesem echt langweiligen Krankhaus ohne mich öde wird“. Ja, ja Einbildung ist auch eine Bildung ich weiß! Er umarmte mich freudig, was ihm aber dann doch irgendwie peinlich war, doch ich lächelte ihn auch voll fröhlich an. Ich redete noch etwas mit ihm, machte mich dann aber doch auf den Weg nach Hause. Die anderen waren schon gegangen, wo sie sich versichert hatten, dass es Tom dementsprechend gut ginge. Dass hätte ich ihnen natürlich auch sagen können, weil so was schlimmes hätte sicherlich nie passieren können. Auch wenn es mich etwas geschockt hat, das er mir davon nichts erzählt hatte.

 

Ich öffnete die Tür vom Ausgang, und atmete die frische kühle Luft ein. Es war doch etwas kalt geworden, so zog ich meine Jacke noch etwas enger um mich, und steckte meine Hände in meine Jeanshosentasche. Würde schon komisch werden, diese Woche. Wo Tom doch nicht zuhause ist. Ich vermisse ihn jetzt schon. Ein lächeln huscht auf mein Gesicht, und ich greife mir auf meine Lippen. Ich erinnere mich an gestern, wo er mich doch so stürmisch geküsst hatte, und dann schnell am WC verschwunden ist. Ich hätte ihn gerne länger geküsst, er hat doch echt weiche Lippen. „Ey, pass doch mal auf?“, schrie mich ein Typ an, und schaute mich zornig an. Ich schüttelte mit dem Kopf, und ignorierte ihn einfach, und ging meinen Weg weiter. Da der letzte Bus schon gefahren war, musste ich also zu Fuß gehen, worauf ich eigentlich keinen Bock hatte, aber irgendwie musste ich ja auch noch nach hause. Natürlich werde ich Tom morgen wieder besuchen kommen. Genauso wie die anderen vier Tage. Ich freute mich schon unheimlich, sein Gesicht morgen wieder zu sehen. Wie er mir von dem langweiligem Essen erzählen würde, den langweiligen Patienten, und wie er doch sein Bett vermissen würde. Ja, wir beide waren einer Meinung. Wir hassten das Krankenhaus, also wollten wir auch nicht zu oft dort sein. Aber, wie es nun kommen musste, lag er dort und ich war hier. In der dunklen Nacht, wo nicht mehr viele Leute hier herumgingen.

 

Ich schloss lautlos die Tür hinter mir, und ging die restlichen Stufen hinauf in den zweiten Stock, wo mein Zimmer war. Ich schminkte mich schnell ab, zog mir meine Klamotten bis auf die Boxershorts aus, und kämmte mir mein Haar.

 

Dann ging ich in Tom und mein Zimmer, und legte mich, in unser derzeitig gemeinsames Bett hinein, und schaltete das Licht aus. Ich rock deinen Duft, und war wirklich den Tränen nahe. Schon komisch, ich konnte und wollte nicht ohne dich einschlafen, aber ich weiß, du kannst nicht durch einen einfachen Fingerschnipp zu mir kommen, und neben mir im Bett liegen, nein leider.

 

Ich streiche meine Tränen weg, die mir in der Zwischenzeit schon die Wange hinuntergelaufen sind, und kuschle mich noch etwas mehr in die Bettdecke hinein.

 

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