Shonen-ai-Freaks

Er sieht mich so hilflos an. Ich weiß, er will mir helfen, aber das kann er nicht, denn er liebt mich nicht so wie ich ihn und er würde mich niemals küssen oder gar mit mir schlafen. Ich schließe die Augen und lehne mich mit dem Rücken an die kalten Wandfliesen. Bill zieht mich hoch und ich öffne wieder die Augen. Dann  schließt er mich in seine Arme, so wie früher, wenn es mir mal nicht gut ging. Er drückte mich fest an sich und ich weinte noch mehr. „Lass mich bitte los.“, sagte ich unfreiwillig. Ich wünschte mir so sehr, dass er mich in den Arm nahm, aber es entfachte bei mir unpassende Gefühle, die er bestimmt nicht erwidern würde. Er ist ein Junge, er ist der Mädchenschwarm der Band, er ist mein eineiiger Zwilling. All das spricht schon dagegen. Und doch liebe ich ihn mehr als alles andere. Ich will ihn noch einmal küssen. Noch einmal seine warmen samtweichen Lippen spüren, die meinen doch formlich so ähneln. Er lässt mich los und ich gehe weg. Ich gehe vor die Halle und eine kalte Brise weht über mein Gesicht. Ich atme tief ein und gehe dann zu unserem Hotel. Nach einiger Zeit erreiche ich das Hotel auch schon und vor dem Eingang  steht Gustav. „Man, wo warst du?“, fragt er. „Bin gelaufen.“, sagte ich. „Ja, das sieht man.“, sagte er und zieht mich ins Hotel. Bill sitzt auf einem Stuhl und sieht sehr besorgt aus. Als er mich sieht, stürmt er auf mich zu und bleibt kurz vor mir stehen. „Tom, wir müssen reden.“, sagt er und ich nickte leicht. „Wir haben wieder Doppelzimmer und wir beide sind zusammen in einem.“, sagte er und ich folge ihm zum Zimmer. Er schließt auf und wir treten ein. Ich bin so müde, dass ich ganz vergesse, dass wir reden wollten und schlafe auf dem Bett ein.

Am nächsten Morgen werde ich dadurch wach, dass mich jemand sanft küsst. Erst als der Kuss vorbei ist, öffne ich meine Augen und sehe, wie Bill im Bad verschwindet. Sonst ist keiner zu sehen. Hat Bill etwa… Nein, das kann nicht sein. Ich stehe auf und streife mir meine Klamotten über und gehe zu meinem Koffer, um ihn einzupacken. Als ich fertig bin, packe ich auch noch Bills Sachen in seinen Koffer, sofern sie in diesem Raum sind. Er kommt aus dem Bad und ich gehe nach unten zum Frühstück. Auf halbem Weg zum Aufzug kommt er neben mir zum stehen und wir fahren zusammen mit dem Fahrstuhl nach unten. Als wir den Saal betreten ist er leer. Wie viel Uhr ist es denn? Bill sieht auf seine Uhr und lächelt mich verlegen an. „Wir sind eine halbe Stunde zu früh. Die anderen kommen erst um 11 Uhr.“, sagte er. „Na ja, essen wir halt schon mal was.“, schlage ich vor und er nickt. Warum denn auch nicht? Ich gehe zum Buffet und hole mir ein Croissant mit Marmelade und eine Schüssel Müsli. Die Bedienung holt mir noch einen Kamillentee und eine Cola. Bill isst nur einen Apfel und trinkt nur ein Wasser. Ich gehe zum Buffet und hole einen Teller mit einem Brötchen mit Nutella und einem Häufchen Rührei. Den stelle ich meinem Bruder vor die Nase und befehle ihm, das alles zu essen. „Ich habe aber nicht so viel Hunger.“, protestiert er. „Du isst schon viel zu wenig und es wird immer weniger, also isst du das jetzt, oder ich sage Georg, er soll dich küssen.“, lache ich. „Der ist doch noch gar nicht hier.“, sagte Bill. „Ach, und wer kommt da hinten?“, fragte ich grinsend. Er drehte sich um und sieht Georg und Gustav zu uns kommen. Bill nimmt schnell die Gabel und mampft erstmal das Rührei. Dann isst er das Brötchen und bestellt eine Tasse Kamillentee. „Geht doch.“, sagte ich und esse zufrieden mein Croissant weiter. Als dann das Frühstück zu Ende ist, gehen wir alle unsere Koffer holen und setzten uns in den Tourbus. „Jetzt geht es nach Hause, oder?“, fragte Bill. „Jopp.“, sagte Georg. Ich setzte mich auf die Rückbank und Bill neben mich. Warum denn ausgerechnet immer neben mich, wenn ich gerade nicht will? Ich seufze leise und versuche, zu schlafen. Doch es bleibt bei dem Versuch, weil mein geliebter (wortwörtlich), kleiner, großer Bruder sich an mich schmiegt und versucht, ebenfalls zu schlafen, was ihm anscheinend besser gelingt, als mir. Mein Gott, muss das den sein, Bill? Grummelnd schiebe ich ihn von meiner Schulter und versuche erneut, zu schlafen, aber jetzt kommt die Fragerei. „Warum darf ich dich nicht als Kissen benutzen?“, schmollt Bill, wie ein Kleinkind und zieht einen Schmollmund. „Darum, weil ich jetzt auch schlafen will und du mich störst.“, sagte ich und schließe wieder die Augen. „Warum störe ich dich?“, fragt er. „Weil du mich störst und basta.“, sagte ich und schlief dann einfach ein.

Als ich wieder wach wurde, lag Bill doch auf mir. Na ganz klasse, kleiner Bruder. Ich schob ihn wieder weg und er schläft weiter. Ich krame in meiner Tasche und finde eine Packung Kaugummi. Woher hab ich die denn? Und, wie alt ist die denn bitte schön? Ich will mir weder die Zähne dran ausbeißen, noch irgendwelche Schimmelkulturen zu mir nehmen. Ich sehe auf die Packung und da steht das Verfallsdatum. Och, noch 5 Monate, dann kann ich das ja essen. Ich stopfe mir 5 Kaugummis in den Mund, weil die so klein sind, und kaue drauf rum. Muss lustig aussehen für andere. Ich beginne langsam, Blasen zu machen und nach einiger Zeit wird es langweilig. Mensch, warum schlafen die alle? Ich rüttele meinen kleinen Bruder wach und halte ihm die Kaugummis hin. „Was soll ich damit?“, fragte er und reibt sich verschlafen über die Augen. „Kauen und dann gucken, wer die größeren Blasen macht.“, sagte ich und er kicherte. „Wie alt bist du?“, fragte er lachend, steckte sich aber auch 5 Kaugummis in den Mund und begann zu kauen. „5.“, lachte ich und er nickte. „Mindestens.“, sagte er. Wir machten dann so lange Blasen, bis wir in Magdeburg waren und Georg und Gustav absetzten. Als die beiden draußen waren, spukten wir das Kaugummi hinterher. Gustav trat in Bills rein und Georg in meins. Sie fluchten, aber der Tourbus fuhr schon wieder weiter. Bill und ich lachten uns halb kaputt und als das Auto hielt, stiegen wir schnell aus und hechteten zur Haustür. Im Vorgarten begrüßte uns erstmal, total aus dem Häuschen, unser Hund. Bill schloss die Tür auf und Mum fiel uns gleich darauf um den Hals. „Ist gut, Mum. Wir wollen schlafen.“, sagte Bill. „Wollen wir?“, fragte ich. „Jungs, ich muss euch was beichten…“, meinte Mum plötzlich. Wir sahen sie gespannt an. „Ich bin schwanger.“ Bill fiel in meine Arme und blieb da ohnmächtig liegen und mir klappte der Mund weit auf. „Das heißt, ihr müsst ein Zimmer abgeben und in eins ziehen.“, sagte sie. „Was? Kann Bill nicht sein Zimmer mit dem Blach teilen?“, fragte ich und der Schein-Ohnmächtige war sofort wieder wach. „Nein! Lieber teil ich mir ein Zimmer mit meinem Zwilling, als mit einem kleinen Kind!“, sagte er sofort. „Ok, dann ist es ja beschlossene Sache. Bill geht zu Tom mit ins Zimmer und ab morgen renovieren wir Bills Zimmer und machen daraus ein Babyzimmer.“ Bill rannte hoch und packte seine Sachen zusammen. Kurz darauf war man kaum im Stande, mein Zimmer ohne zu stolpern zu betreten. Super, Bill… Die genannte Person räumte gerade ihren Schrank, der in mein, korrigiere, unser Zimmer geräumt wurde, ein und pfiff dabei ganz munter. „Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass das nicht gut ist?“, fragte ich in den Raum. „Weil wir in einem Bett schlafen müssen.“, sagte mein Zwilling und hörte auf zu pfeifen. „WAS?“, schreie ich. „Außerdem ist nichts mehr mit Mädchen abschleppen. Ihr müsst dann zu ihr gehen, weil ich keine Sperma- oder sonstige Flecken auf meinem Bett haben will. Haben wir uns verstanden? Und ab morgen führen wir einen strengen Aufräumplan.“, sagte er. NEIN! Ich bin in der Hölle gelandet! Obwohl das kleine Teufelchen ja ganz niedlich aussieht…

Abends quetschen wir uns in das, noch zu kleine, Bett und versuchen zu schlafen, aber da mein geliebter (und zwar wortwörtlich[wieder]) Bruder neben mir liegt, kriege ich kein Auge zu. Bill zitterte ein wenig, weil er so ziemlich am Rand und halb ohne Decke war. Sanft zog ich ihn in meine Arme und versuchte ihn dadurch zu wärmen. „Danke.“, nuschelte Bill und schlief wieder ein. Ich kann jetzt auch besser schlafen und das tue ich auch.

Den nächsten Tag verschlafe ich komplett und werde erst davon wach, dass Bill sich wieder schlafen legt. „Morgen holen wir ein zweites Bett.“, sagte er und ich nicke und wir schlafen ein.

Als ich wach werde, werde ich getragen. He, was ist denn jetzt kaputt? Ich schlage die Augen auf und sehe, dass Georg mich trägt. Bill läuft neben ihm her und sieht ein wenig besorgt aus. Ok, es ist was kaputt! Ich stöhne leise, weil mir mein Bauch weh tut und mir ist so scheiße heiß. Bill sieht zu mir und nimmt meine Hand. Er streicht mit seinem Daumen über meinen Handrücken. „Alles wird gut.“, sagte er, hatte aber Tränen in den Augen. Hallo?! Sagt mir mal bitte jemand, was kaputt gegangen ist?! Ich schlafe wieder ein und werde im Krankenhaus wach. Ok, da scheint was mehr kaputt zu sein… Bill sitzt auf dem Stuhl neben meinem Bett und schläft. Richtig niedlich, wie er da so liegt. Langsam wird er wach und sieht auf die Uhr. „4 Stunden schon…“, murmelte er. „Was 4 Stunden schon?“, frage ich und er zuckt zusammen. „Nichts, nichts… Oh, du bist ja wach!“, freute er sich und ich nicke leicht. „Also, was ist hier kaputt?“, frage ich. (oh, das wird mein Lieblingswort!! *rofl*) Er atmet tief ein und wieder aus. „Also…“

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