Shonen-ai-Freaks

Jetzt sitzt er da auf seinem Koffer und sieht verträumt durch die Gegend. Ich packe noch schnell die letzten Sachen ein und schleppe meinen Koffer dann neben ihn. „Bill, wir können.“, sage ich zu ihm und er schüttelt kurz verwirrt den Kopf. „Ah, Ok.“, sagt er dann und steht auf. Er steht mit dem Rücken zu mir und ohne es richtig zu merken, starre ich auf seinen Arsch. Den hätte ich gerne mal in den Händen, aber ich glaube kaum, dass er das so toll fände. Ich seufze leise und dann stiegen wir in den Fahrstuhl. Es herrschte bedrückende Stille und man hörte nur unsere Atmung ab und zu noch ein Husten. Ich sah zu Bill rüber und er zu mir. Verdammt, ich wollte ihn und das jetzt, aber er würde mich bestimmt verprügeln, wenn ich ihn einfach so küssen würde oder so was. Eine Träne lief über meine Wange, aber ich wischte sie schnell weg. Der Fahrstuhl machte ein Geräusch und die Türen gingen auf. Wir verließen den Fahrstuhl und liefen in das Foyer. David stand da schon und brachte uns zum Bus. Bill und ich saßen alleine Im Bus, weil David noch auf Georg und Gustav warten musste, weil Georg mal wieder verschlafen hatte und Gustav zu faul war, ihn zu wecken. Bill starrte auf seine Hände und ich auf meine Knie. Langsam suchte meine Hand den Weg zu seiner, aber kurz bevor sie sich berührten kam Gustav in den Bus. Ich zog sie schnell zurück. Bill seufzte leise. Was war denn jetzt? „Was hast du?“, fragte ich ihn flüsternd. „Nichts, was dich interessieren würde.“, sagte er und drehte sich weg. Er stand auf und setzte sich neben Gustav. Georg setzte sich neben mich. Scheiße! Ich versuchte auf dem Weg zur Halle, wo das nächste Konzert war, zu schlafen, aber irgendwie sah ich dann immer Bill im Traum und schrak auf. Er schien besser schlafen zu können. Gustav schlief auch. Georg war kurz davor. Ich kramte mein Handy raus und rief bei dem Mädchen an, das ich zu Hause kennen gelernt hatte. „Hallo?“, fragte sie. „Ja, hi.“, sagte ich und ich hörte, wie sie scharf Luft einzog. „Hi!“, sagte sie fast schon kreischend. „Ehm, ich bin grade in Hamburg. Und wo bist du?“, fragte ich sie. „Och, zu Hause. Also ich wohne in Hamburg. Warum rufst du denn an?“, fragte sie. „Mir ist langweilig. Die schlafen hier alle.“, schmollte ich. Sie lachte kurz auf. „Und deswegen rufst du mich an?“, fragte sie. „Ja, hab ich doch gesagt, oder?“, meinte ich grinsend. „Aha. Und jetzt?“, fragte sie. „Hm, magst du vielleicht in den Backstagebereich kommen?“, fragte ich sie. „Ja! Sehr gerne sogar!“, sagte sie erfreut. „Ok, dann holen wir dich ab. Wo wohnst du?“, fragte ich sie. Sie nannte die Straße und ich bat David, dort vorbei zu fahren. Er grummelte kurz und dann bog er ab.

20 Minuten später saß Anna, ihren Namen hatte sie mir gesagt, neben mir und Georg im Bus. Bis auf Bill waren auch alle wach. An der Halle angekommen, bemerkte er dann Anna und verzog das Gesicht.

Im Backstagebereich kümmerte ich mich nur um Anna, was sich jedoch die meiste Zeit auf der Toilette abspielte. Bill fand das anscheinend nicht gut, aber ich musste mich doch von ihm ablenken.

Das Konzert verlief reibungslos, außer, dass Monsieur Kaulitz-10-Minuten-jünger-als-ich mich kein einziges Mal angeschaut hat und nicht einmal auf meiner Seite der Bühne war, wie sonst immer. Oh, da war ja wer eifersüchtig. Nach dem Konzert ging Anna nach Hause. „Bye Schönheit für immer.“, dachte ich, als ich ihr nachsah. „Na, hast du eine neue Freundin?“, hörte ich von hinten meinen Zwilling schnauben. „Vielleicht. Was dagegen?“, fragte ich schnippisch zurück. Pah! Der kann mich mal! Ich lass mich doch von dem nicht anschnauzen. Ich lief an ihm vorbei und er packte mich am Arm. „Tom… ich…“, stotterte er. „Ja?“, fragte ich und versuchte meinen Arm zu befreien, weil der irre doll kribbelte. „Ich… ich… Ach, nichts.“, stammelte er, ließ los, steckte die Hände in die Hosentaschen und lief weg. Ich lief ihm hinterher und drehte ihn zu mir um. Er sah mich ein wenig verwirrt an. Ich sah ihm genau in die Augen und dann legte ich meine Lippen auf seine. Endlich spürte ich seine samtweichen Lippen. Das hatte ich schon so lange gewollt, mir aber nicht eingestanden. Plötzlich drückte ich ihn weg. Ich weiß nicht genau, warum, aber es fuhr mir plötzlich durch den Kopf, dass er mich ja gar nicht liebte. „Sorry… War nicht ernst… Nur ein Scherz.“, stammelte ich, um mich zu rechtfertigen und verschwand in der Toilette. Dort begann ich zu heulen. Fuck! Ich liebte wirklich meinen Zwilling! Was sollte ich denn jetzt machen?!

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