Shonen-ai-Freaks

Was hat der da bitte gesagt? Gute Nacht mein Sonnenschein? Also ich weiß wirklich nicht was mit Tom los ist, er ist auf einmal so komisch. Sonst wenn ich halb im Bus auf ihm liege schubst er mich ja auch nicht weg, und heute? Ich mein er wird doch nicht gleich empfinden wie ich. Gleiche Gefühle fühlen die ich schon seit Monaten fühle? Oder doch? Er kann doch nicht auf einmal … schwul sein. Und schon gar nicht in mich verliebt sein. Ja, ich bin es ich habe ihm mein Herz geschenkt, aber er, der Frauenheld wird doch nicht plötzlich anders fühlen? Ich muss über mich selbst den Kopf schütteln. Was denke ich da bitte schon wieder für einen Schwachsinn zusammen, ich bekomme wahrscheinlich sogar Halluzinationen, und er wird das auch sicherlich nicht gesagt haben. Ich wünsche es mir wahrscheinlich nur so sehr, und denke dass er es gesagt hat. Dabei war er es nicht. Wieso muss er mir immer so verdammt viel wehtun. Immer wenn er irgendein Mädchen mit aufs Zimmer schleppt, und sie dann doch wieder fallen lässt. Kann er damit nicht einfach aufhören, er kann doch nicht so verdammt notgeil sein, und einfach jede nach mit einer anderen ficken. Weiß er nicht was er damit anrichtet welchen Schaden er mir damit zufügt. Ich will ihn doch einfach nur für mich haben, ihn in den Arm nehmen wenn ich Angst habe, oder einfach nur seine Wäre spüren will. Aber ich kann es nicht, es würde alles auffliegen, auch wenn alle wissen das er nur mein Bruder ist, aber ich sehe ihn nicht als Bruder, ich sehe ihn als meine große Liebe, die ich aber nie bekommen würde, die ich nie küssen dürfte. Seine Lippen auf meine spüren würde. Es ist so unfair. Wieso muss es ja auch immer anders kommen als man es sich erhofft hat. Man hat doch auch nur Träume und Wünsche die mal in Erfüllung gehen sollten. Und was passiert dann? Immer das falsche. Es kommt Schlimmer statt besser. Soll man da dann eigentlich glücklich oder lieber traurig sein. Die Schultern zucken und meinen: „Ich wusste es, es würde sowieso nie in Erfüllung gehen“. Und innerlich bist du wahrscheinlich schon längst tot. Gestorben an Verzweiflung. Hoffnung hast du keine mehr. Du glaubst nicht an das Schicksal, das gibt es für dich nicht mehr. Aber, an was soll man sonst glauben, für was soll man jeden Tag weiterleben? Ich lebe für meinen Traum auf der Bühne zu stehen und zu singen. Schlafe ich eigentlich schon? Nein, aber ich sollte es glaub ich langsam mal machen, ich muss morgen ja mal wieder ganz früh aufstehen. Wir haben jegliche Auftritte und Interviews und ich weiß dass ich ein richtiger Morgenmuffel bin. Also drehe ich mich auf die Seite, schließe meine Augen und versinke in einen unruhigen Schlaf.

„Bill aufstehen“. Eine Stimme reißt mich aus dem Schlaf, und ich öffne verschlafen meine Augen, drehe mich aber trotzdem zur Seite. „Will nicht aufstehen, will schlafen“, nuschle ich vor mich hin, und reibe mir die Augen. Er setzt sich auf wieder auf das Bett, streicht mir eine Strähne hinters Ohr und sagt: “Komm schon Bill, es gibt gleich Frühstück, und die anderen sind auch schon alle wach“. Er lächelt wieder so lieb. Och, ich könnte weiche Knie bekommen. Würde dich jetzt einfach nur gerne mal durch knuddeln und dir sagen das Ich dich liebe. Nur dich. Und keinen anderen, ich liebe dich doch so sehr, würde es ja so liebend gerne in die Welt hinaus schreien. Und in der Gegend rumhüpfen. Aber es geht nicht, leider nicht. Wahrscheinlich nie. So decke ich mich ab, stehe langsam auf und tapse zu meinem Koffer. Nehme mir eine Jenas heraus und ein T-Shirt mit einem Totenkopf, und tapse in das Badezimmer. Dort lege ich erstmal alles beiseite, schalte das Wasser ein, und stelle es sogleich auf kalt, damit ich doch noch wach werde. Kalt, kalt, kalt! Ich steige wieder aus der dusche heraus, wickle mich erstmal in ein Handtuch ein, und fange an mich an zu ziehen. Jetzt nur noch die Haare föhnen, und mich schminken. Nehme etwas Wachs, stelle so meine langen Haare auf und wasche mir danach die Hände. Dann nehme ich meinen Kajal zur Hand, umrande meine Augen schwarz, noch schwarzen Liedschatten hinauf, Lipgloss auf die Lippen und fertig bin ich. Ich öffne die Badezimmer Tür zum zweiten Mal und sehe wie Tom noch immer am Bett sitzt. Ich bin leicht überrascht. „Du hättest ja nicht auf mich warten müssen“, sagte ich deshalb und wartete auf seine Antwort. Er zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Darf ich nicht?“. Ich sagte darauf nichts und so gingen wir schweigen frühstücken. Wie er schon gesagt hatte, saßen schon alle und aßen gemütlich vor sich hin. Wir setzen uns auch, obwohl ich selbst keinen Hunger hatte, so stocherte ich nur lustlos in meinen Waffeln rum und war in Gedanken. Hattest du vielleicht gemerkt dass ich nicht mehr so fühle, wie Brüder für einander fühlen? Nein, das kann nicht sein, du würdest doch nichts mehr mit mir zu tun haben wollten. Und sonst hättest du heute in der Früh auch nicht auf mich gewartet, dass wir so gemeinsam zum Frühstück kommen konnten. Du wärst sicherlich schon da gesessen und hättest mir keinen deiner Blicke gewürdigt. Ich schäme mich. Für meinen Körper, meine Gefühle, meine Art auf zu treten. Ich mag es nicht wie ich aussehe, das war doch alles nur die Idee unseres Managers, die langen Harre, und die Klamotten. Und alle stellten mich dann so hin, wie ich doch eigentlich nicht sein wollte. Aber anders würde ich nicht weiterkommen, das meinte er. Ich bräuchte einen neuen Look. War mein vorheriger denn nicht ok? Ich mochte es wie ich aussah, und es hat noch alles so viel Spaß gemacht. Jetzt werde ich nur noch herumgescheucht. Ja, ich habe mich daran gewöhnt, dass ich wer anders sein muss. Aber hätte ich mich je daran gewöhnen dürfen? Hätte ich vielleicht meine Meinung durchsetzen müssen? Wäre ich da wahrscheinlich weiter gekommen? Oder wäre ich nur auf der Stelle gegangen? Es hätte nichts genützt, und ich würde noch immer mit meinen Träumen im Dunklen stehen. Ich will doch einfach nur auf der Bühne stehen. So kann ich doch alles um mich vergessen, kann mich fallen lassen. Mit der Musik im Einklang sein, gespürt gebraucht zu werden.  „Bill?“. Nicht schon wieder er. Wieso kann er mich nicht einfach in Ruhe lassen, so wird alles auch nicht schlimmer, aber auch nicht besser. Es bleibt gleich. Die Zeit bleibt stehen. Ich schaue auf, blicke ihn verwirrt an und will wissen was er wieder einmal von mir will. „Bist du fertig? Wir müssen noch packen, und dann fahren wir schon weiter“. Ich nicke, schiebe den Stuhl weg und gehe ins Zimmer. Da ich meine Sachen nicht wirklich ausgepackt habe, schließe ich nur meinen Koffer, und warte auf meinen Bruder.

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